19.02.2009
CERATIZIT beschichtet c-BN erfolgreich mit HyperCoat
Standzeiterhöhung von 30 bis 40 Prozent gegenüber unbeschichtetem c-BN |
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Mit der HyperCoat Sorte CTL3215 stellt CERATIZIT erstmals beschichtetes c-BN (kubisches Bornitrid) vor. Durch den neuen Beschichtungsansatz konnte CERATIZIT das Einsatzspektrum von c-BN-Werkzeugen erheblich erweitern. Jetzt lassen sich endlich auch gehärtete Stähle und Eisengüsse wesentlich besser fräsen. Die beschichtete c-BN Lösung von CERATIZIT wird hauptsächlich bei feinen bis mittleren Fräsbearbeitungen mit Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 1000 Metern pro Minute eingesetzt. Die Werkzeuglösung erfordert dabei sehr stabile Anwendungsbedingungen und wird ohne Kühlschmiermittel verwendet. Die Standzeiterhöhung gegenüber unbeschichtetem c-BN liegt bei 30 bis 40 Prozent.
Für die bedeutendsten Hersteller von c-BN Werkstoffen liefert CERATIZIT die dafür notwendigen Hochdruck-Werkzeuge zur Synthese (die so genannten „anvils“ und „dies“). Außerdem bietet CERATIZIT bereits seit vielen Jahren c-BN Wendeschneidplatten an und in zunehmendem Maße auch Werkzeuge für Fräsanwendungen.
Doch die Beanspruchung der Werkzeuge bei Fräsanwendungen, die insbesondere durch unterbrochenen Schnitt und Temperaturwechsel (Thermoschock) sowie Oxidation charakterisiert sind, liegt im Grenzbereich der sinnvollen Anwendung von c-BN-Werkstoffen. Diesem Problem hat sich der Hartmetallexperte CERATIZIT gestellt und durch den Einsatz der funktionalen Beschichtung HyperCoat den Einsatzbereich des Traditionsschleifstoffs c-BN beim Fräsen bezüglich Betriebssicherheit und Lebensdauer erheblich erweitert. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die damit erzeugten Verbesserungen auch bei bereits etablierten Drehanwendungen mit sehr schwierigen Bedingungen ausgespielt werden können, etwa bei der Bearbeitung von Grauguss und Stahlguss.
Das Geheimnis liegt in der HyperCoat-Beschichtung CERATIZIT entwickelte und patentierte für c-BN-Schneidstoffe eine eigene PVD-Beschichtung. Diese neuartige Beschichtung ist die Antwort auf die komplexen Anforderungen, gekennzeichnet durch Wechselbelastung, Thermoschock und Oxidation, insbesondere bei Fräsoperationen. Die entwickelte Schicht basiert auf einer neuartigen Zusammensetzung, die eine signifikant verbesserte Oxidationsbeständigkeit bei gleichzeitig hervorragender Verschleißbeständigkeit, insbesondere bei sehr hohen Anwendungstemperaturen, aufweist. Die durch den PVD-Prozess eingebrachten Druckspannungen in die neue HyperCoat Schicht bewirken eine erhöhte Zähigkeit des Schneidstoffkonzeptes und ergeben letztlich eine größere Zuverlässigkeit des Werkzeugsystems.
Schneidstoff mit Erfolgsgeschichte Als Schneidstoff ist c-BN seit fast 40 Jahren bekannt. 1969 brachte GE (General Electric) unter dem Namen „Borazon“ das kubische Bornitrid als revolutionäre Entwicklung im Bereich der hochharten Schleifstoffe auf den Markt. c-BN kommt nicht in der Natur vor, sondern wird synthetisch hergestellt (Hochdrucksynthese) und ist nach Diamant der härteste Werkstoff und fast doppelt so hart wie Siliziumkarbid (SiC). Vor allem bei Drehoperationen in der zerspanenden Bearbeitung harter Werkstoffe (Härte > 58 HRC) wie gehärteten Stählen oder Hartgüssen spielt c-BN nach wie vor seine Stärken aus: c-BN hat eine sehr hohe Härte und verfügt über eine exzellente Warmfestigkeit und eine für diesen Einsatzbereich hinreichende Zähigkeit.
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